Komponist

Marko Nikodijevic - Komponistenportrait

21.7.2019, 10 Uhr, Fagus-Werk Alfeld

 

Marko Nikodijevic studierte zwischen 1995 und 2003 in Belgrad Komposition bei Srdjan Hofman und Zoran Erić. Nach seiner Ausbildung in der serbischen Hauptstadt führte ihn ein Studium bei Marco Stroppa an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Nikodijevic ließ sich in Stuttgart nieder, von wo aus er auch Stipendien mit Aufenthalten in Weimar, Salzwedel, Baden-Baden und Paris wahrnahm. Die wesentlichen Kernanliegen seiner Musik wurden früh deutlich: die Erkundung fraktaler Strukturen, die ausgedehnte Nutzung digitaler Technologie beim kompositorischen Prozess (und zunehmend auch bei Aufführungen) und ein Stilverständnis, das ihn gleichzeitig mit Musik der Vergangenheit verbindet und von ihr distanziert. 

2013 erhielt Marko Nikodijević einen der drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2014 wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet.

Für die Spielzeit 2019/2020 haben Vladimir Jurowski und das RSB Marko Nikodijević als Composer in Residence eingeladen. Zwei seiner Kompositionen bringt das RSB in der Spielzeit zur Uraufführung, eine unter der Leitung von Vladimir Jurowski und eine im Rahmen von „Ultraschall Berlin“.

Foto: Aleksandar Stanojevic