Komponistenportrait

Kerry Turner ist ein US-amerikanischer Komponist und Hornist. Im Alter von 11 Jahren gewann Kerry Turner den Kompositionswettbewerb der San Antonio Music Society. Mit 17 Jahren erhielt er ein Stipendium für die Baylor University, nachdem er den Kompositionswettbewerb der Baylor University gewonnen hatte. Turner wechselte an die Manhattan School of Music und erhielt nach seinem Abschluss ein Fulbright-Stipendium, um bei Hermann Baumann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart zu studieren. 1983 übernahm Turner die Position des Solohornisten des Gürzenich-Orchesters in Köln. 1985 wechselte Turner zum Radio-Tele-Luxembourg Symphony Orchestra und wurde Mitglied im American Horn Quartet. Turners Kompositionen wurden von vielen Organisationen in Auftrag gegeben, darunter die United States Air Force Heritage of America Band, das Luxembourg Philharmonic, das Japanese Horn Ensemble und die Richmond, Virginia Chamber Music Society. Seine Werke wurden beim Kompositionswettbewerb der International Horn Society und der IBLA Foundation mit ersten Preisen ausgezeichnet. Turner erhielt 1993 den Meir Rimon Commissioning Assistance Fund der International Horn Society für die Komposition von Six Lives of Jack McBride für Horn, Violine, Tenorstimme und Klavier und erneut 2004 für die Komposition von „Scorpion in the Sand“ für Horn, Cello und Klavier. Turners Quartett Nr. 1 gewann den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb der International Horn Society. Das Quartett Nr. 3 wurde 1996 beim Kompositionswettbewerb der International Horn Society ausgezeichnet. Die Internationalen Fredener Musiktage in Deutschland beauftragten Turner 1993 mit der Komposition eines Blechbläserquintetts mit dem Titel „Ricochet“, das zu einem seiner erfolgreichsten Werke wurde.

Zu den weiteren bedeutenden Auftragswerken zählen

  • die US-Luftwaffenband „Heritage of America“ (Postcards from Lucca)
  • das Alexander Horn Ensemble Japan (Ghosts of Dublin)
  • das Blechbläserensemble des Symphonieorchesters Lyon (The Heros)
  • das Luxemburger Kammerorchester (The Celestals of Sago Lane)
  • die Palisades Virtuosi (Vathek)
  • das Detroit Symphony Orchestra (Konzert für Horn und Orchester „The Gothic“)
  • und die Hornsektionen der Symphonieorchester von Houston und Dallas (The Bronze Triptych)

Turners Musik, die Elemente der Volksmusik der Britschen Inseln, mexikanische Einflüsse in Kombination mit seinem eigenen westamerikanischen Stil sowie Klänge aus Nordafrika und der arabischen
Welt enthält, wurde unter anderem von Kammerensembles der New York Philharmonic, der Berliner Philharmoniker, der Wiener Philharmoniker und des Chicago Symphony aufgeführt
und aufgenommen.

Beim Komponistenportrait am 31.7.2026 um 18 Uhr in der Zehntscheune wird der künstlerische Leiter Adrian Adlam den Komponisten Kerry Turner im Gespräch vorstellen.

Komponistenportrait Kerry Turner

Fr, 31. Juli 2026 · 18:00 Uhr
Freden (Leine), Zehntscheune · Preise: Eintritt frei!

Programm

Der Komponist Kerry Turner im Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Adrian Adlam.


Details

Vita

Der Musiker und Komponist Kerry Turner zählt zu den bekanntesten Namen nicht nur in der Hornwelt, sondern im Blechbläserbereich allgemein. Ob als Komponist oder Interpret – er tritt regelmäßig auf den großen Konzertbühnen der Welt auf. Zu den wichtigsten Ensembles, mit denen er konzertierte, gehören das weltberühmte American Horn Quartet, das herausragende Virtuoso Horn Duo und das Philharmonische Orchester Luxemburg (von dem er sich nach 35 Jahren vor kurzem verabschiedete). Als Mitglied dieser renommierten Institutionen konzertierte er auf vier Kontinenten. Er war zudem ein gefragter Solist und Dozent und gab Konzerte und Workshops unter anderem in Deutschland, Frankreich, Portugal, der Schweiz, Japan, den USA und Tschechien. Der gebürtige Texaner aus San Antonio absolvierte sein Künstlerdiplom an der Manhattan School of Music in New York und setzte sein Studium als Fulbright-Stipendiat bei Hermann Baumann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart fort. Nach seinem Studium belegte er den 5. Platz beim Internationalen Hornwettbewerb in Genf und gewann die Bronzemedaille beim 39. Internationalen Musikwettbewerb „Prager Frühling“. Er ist Ehrenmitglied der International Horn Society. Die Karriere von Herrn Turner als Komponist hat in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung erlebt. Seine Werke für Horn, kombiniert mit nahezu allen Genres der Kammermusik, werden weltweit aufgeführt. Er erhielt Kompositionsaufträge von zahlreichen Institutionen, darunter die United States Air Force Heritage of America Band, das Luxemburger Philharmonic, das Japanische Hornensemble, das Detroit Symphony Orchestra und viele andere. Er wurde mit Preisen beim Kompositionswettbewerb der International Horn Society sowie der IBLA Foundation, dem Internationalen Schweizer Preis und dem Luxemburger Kulturministerium ausgezeichnet.

Seit seinem Abschied vom Hornspiel im Jahr 2023 ist Kerry Turner als Tenor in einigen der renommiertesten Chöre Brüssels sehr gefragt.